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Kopfkissen waschen: Die richtige Anleitung für jede Füllung

Kein Bettwaren-Teil wird stärker beansprucht als das Kopfkissen. Wie oft es in die Maschine gehört, welche Füllung was verträgt — und warum Visco-Kissen niemals gewaschen werden dürfen.

Lena Brandt Avatar
Geschrieben vonLena Brandt
Datum
24. Juli 2026
Aktualisiert
25. September 2026
KI-generiertes Symbolbild: Kopfkissen und Trocknerbälle im Wäschekorb vor einer Waschmaschine

Kein Teil des Bettes arbeitet härter als das Kopfkissen. Es liegt jede Nacht direkt an Gesicht und Haaren, nimmt Schweiß, Hautfette, Speichel und Reste von Pflegeprodukten auf — sieben bis acht Stunden am Stück. Trotzdem wandert in vielen Haushalten zwar die Bettwäsche regelmäßig in die Maschine, das Kissen selbst aber jahrelang nie. Aus Housekeeping-Sicht ist das die falsche Prioritätensetzung: Der Bezug fängt nur einen Teil ab, der Rest zieht mit der Zeit in die Füllung.

Die gute Nachricht: Die meisten Kopfkissen lassen sich zu Hause waschen. Die schlechte: nicht alle — und wer das falsche Kissen in die Trommel steckt, hat danach keins mehr. Hier ist die Anleitung nach Füllmaterial, inklusive der Handgriffe, die ich aus der Hotelpraxis kenne.

Vorab: Das Pflegeetikett schlägt jede Anleitung

Alles, was hier steht, gilt als Faustregel. Das eingenähte Pflegeetikett am Kissen ist verbindlich — steht dort eine niedrigere Temperatur oder ein Waschverbot, hat das Etikett recht. Erst schauen, dann waschen.

SymbolBedeutungKonsequenz fürs Kissen
Waschbottich mit Zahlmaximale Waschtemperaturnie überschreiten, auch nicht einmalig zur Desinfektion
Waschbottich mit Strich darunterSchonwaschgangreduzierte Mechanik und Schleuderzahl wählen
durchgestrichener Waschbottichnicht waschbarnur Bezug waschen, Kern trocken pflegen
Quadrat mit KreisTrocknereignungein Punkt = niedrige Hitze, durchgestrichen = kein Trockner

Fehlt das Etikett, entscheidet das Füllmaterial — und im Zweifel die vorsichtigere Variante: 40 °C statt 60 °C, Schonschleudern statt voller Drehzahl.

Wie oft sollte man Kopfkissen waschen?

Zwei Ebenen auseinanderhalten:

  • Kissenbezug: wird mit der Bettwäsche gewaschen, also etwa alle ein bis zwei Wochen. Die Intervalle habe ich im Ratgeber zu den Bettwäsche-Waschintervallen aufgeschlüsselt.
  • Kissen selbst: zwei- bis viermal pro Jahr, sofern die Füllung waschbar ist. Wer stark schwitzt oder auf Hausstaubmilben reagiert, wäscht öfter — was gegen Milben im Bett sonst noch hilft, steht im Artikel zu Milben in der Matratze.

Nach Kissentyp fällt das Intervall allerdings unterschiedlich aus, weil nicht jede Füllung eine Vollwäsche verträgt:

KissentypVollwäsche des KissensBezug / KissenschonerÜbliche Nutzungsdauer
Daunen- und Federkissen1–2× pro Jahralle 1–2 Wochenviele Jahre bei guter Pflege
Polyester-/Mikrofaserkissen3–4× pro Jahralle 1–2 Wochenca. 2–3 Jahre
Visco-/Memory-Foam-Kissen

gar nicht — nur Bezug

alle 1–2 Wochenca. 2–4 Jahre
Latexkissen

gar nicht — nur Bezug

alle 1–2 Wochenca. 3–5 Jahre
Naturfüllung (Hirse, Dinkel, Kapok)Hülle ja, Füllung neinalle 1–2 WochenFüllung nachkaufbar

Die Nutzungsdauer ist ein Erfahrungswert, keine Herstellergarantie — maßgeblich ist der Zustand des Kissens, nicht der Kalender.

Die Kurzübersicht: Waschen nach Füllung

FüllungWaschtemperaturWaschmittelSchleudernTrockner
Daune40 °C, laut Etikett bis 60 °CDaunen-/Feinwaschmittel400–800 U/min

Ja, niedrig, mehrere Gänge

Feder / Feder-Daunen-Mischung40–60 °C laut EtikettDaunen-/Feinwaschmittel600–800 U/min

Ja, niedrig, mehrere Gänge

Polyester / Mikrofasermeist 60 °Cmildes Voll- oder Feinwaschmittel800 U/minJa, niedrige Stufe
Visco / Memory Foamnicht waschen——Nein
Latex (Natur und synthetisch)nicht waschen——Nein
Hirse, Dinkel, Zirbenur die leere Hülle, 40–60 °CVollwaschmittelnach EtikettHülle ja, Füllung nein
Kapoknur Hülle und BezugFeinwaschmittelniedrigNein

Daunen- und Federkissen waschen

Daune ist robuster, als viele denken — sie verträgt Wäsche, aber keine Nachlässigkeit beim Trocknen.

  1. Nähte prüfen. Ein Kissen mit offener Naht verliert in der Trommel seine Füllung und setzt die Maschine zu.
  2. Große Trommel verwenden. Das Kissen braucht Platz, um durchgespült zu werden. In einer kleinen, vollgestopften Trommel wird die Füllung nicht sauber.
  3. Programm: Schonwaschgang bei 40 °C, wenn das Etikett es erlaubt bis 60 °C. Daunen- oder mildes Flüssigwaschmittel, sparsam dosiert.
  4. Kein Weichspüler. Er verklebt die Daunenstruktur, das Kissen verliert dauerhaft an Bauschkraft.
  5. Extra-Spülgang einstellen. Waschmittelreste lassen Daunen verklumpen.
  6. Moderat schleudern (400–800 U/min), damit die Füllung nicht in eine Ecke gepresst wird.
  7. Sofort herausnehmen. Ein frisch gewaschenes Daunenkissen kommt als flacher, schwerer Klumpen aus der Maschine — das ist normal. Wer es nass in der Trommel liegen lässt, hat nach wenigen Stunden feste Nester, die sich kaum mehr lösen.

Daune oder Feder — macht das einen Unterschied?

Beim Waschen kaum, beim Trocknen deutlich. Federn haben eine feste Kielstruktur, nehmen weniger Wasser auf und trocknen schneller. Reine Daune bauscht stärker, speichert dafür mehr Feuchtigkeit im Kern und braucht entsprechend mehr Trocknerdurchgänge. Mischungen liegen dazwischen. Welche Variante im Alltag besser passt, ist eine Frage von Stützkraft und Klimaverhalten — der Vergleich steht im Ratgeber Hotelkissen kaufen: Daunen oder Synthetik.

Polyester- und Mikrofaserkissen waschen

Der unkomplizierteste Fall — und einer der Gründe, warum viele Hotels auf Faserkissen setzen.

  • Kissen mit Polyesterfüllung sind meist bei 60 °C waschbar. Das ist zugleich die Temperatur, die im Haushalt als Faustregel gegen Hausstaubmilben gilt — für Allergiker ein praktisches Argument.
  • Normales Flüssigwaschmittel genügt, auch hier: kein Weichspüler, er legt sich als Film über die Fasern.
  • Wenn möglich zwei Kissen gleichzeitig waschen, das hält die Trommel in Balance.
  • Schleudern ist unkritischer als bei Daune, 800 U/min sind in Ordnung.

Ein Detail, das oft untergeht: Kugelfaser aus losen Faserkügelchen verhält sich ähnlich wie Daune — sie rutscht in Ecken, lässt sich danach aber gut aufschütteln. Wattierte Vliese dagegen können sich beim Schleudern wellen und behalten diese Falten. Vlies-Kissen deshalb mit reduzierter Drehzahl schleudern und flach ausstreichen, bevor sie in den Trockner gehen.

Viskoelastisches Kissen waschen: warum die Maschine tabu ist

Hier kommt die wichtigste Warnung dieses Artikels: Ein Visco-Kissen (Memory Foam) in der Waschmaschine ist ein Totalschaden. Der offenzellige Schaum saugt sich mit Wasser voll wie ein Schwamm, reißt unter der Trommelbewegung ein und trocknet im Kern wochenlang nicht durch — das Ergebnis ist ein verformtes, im Zweifel schimmelndes Kissen. Ein vollgesogener Kern wiegt zudem ein Vielfaches seines Trockengewichts und löst beim Schleudern regelmäßig die Unwuchtabschaltung aus.

Was stattdessen geht:

  • Nur den Bezug waschen. Er ist bei fast allen Visco- und Latexkissen per Reißverschluss abnehmbar und maschinenwaschbar.
  • Kern regelmäßig lüften, aber nicht in die pralle Sonne legen — UV-Licht greift beide Materialien an.
  • Flecken ausschließlich mit einem leicht feuchten Tuch abtupfen, nicht reiben, danach mindestens 24 Stunden liegend trocknen lassen.
  • Kissenschoner verwenden. Da die Vollwäsche ausfällt, verschiebt sich die Hygiene auf die Schichten darüber — ein waschbarer Zwischenbezug alle ein bis zwei Wochen ersetzt sie am ehesten.

Wer ein Nackenstützkissen aus Visco nutzt, findet die Bauformen und ihre Eigenheiten im Nackenstützkissen-Ratgeber beschrieben.

Latexkissen: gleiche Regel, anderer Grund

Auch Latex verträgt weder Maschinenwäsche noch Trockner — allerdings nicht wegen der Saugfähigkeit, sondern wegen des Materials: Wärme, Reibung und Waschmittel beschleunigen die Alterung, das Material wird porös und bröselt. Bezug waschen, Kern lüften, Flecken abtupfen. Tauchen Latexkrümel im Bett auf, ist das kein Pflegefehler mehr, sondern das Ende der Nutzungsdauer.

Naturfüllungen: Hirse, Dinkel, Kapok und Zirbe

Kissen mit Schalen- oder Pflanzenfüllung folgen einer eigenen Logik: Die Hülle wird gewaschen, die Füllung nicht. Hirse-, Dinkel- und Zirbenkissen haben deshalb fast immer einen Reißverschluss.

  1. Füllung vollständig in eine Schüssel oder einen zweiten Stoffbeutel umfüllen.
  2. Leere Innenhülle nach Etikett waschen, meist bei 40 bis 60 °C.
  3. Hülle komplett durchtrocknen lassen.
  4. Füllung währenddessen auf einem Tuch ausbreiten und lüften, nicht in der prallen Sonne.
  5. Zurückfüllen, bis die gewohnte Höhe erreicht ist. Spelzen zerreiben mit den Jahren, Nachfüllpackungen gibt es separat.

Kapok ist der Sonderfall: Die Fasern sind hohl und wachsartig, vertragen weder Maschinenwäsche noch Trockner und verfilzen bei Nässe irreversibel. Hier bleibt es bei Bezug waschen, Kern lüften, Füllung gelegentlich ergänzen.

Waschmittel, Temperatur, Schleuderzahl, Beladung

Welches Waschmittel?

Für Daune ein flüssiges Daunen- oder Feinwaschmittel, für Polyester ein mildes Voll- oder Feinwaschmittel. Pulver löst sich in kurzen Schonprogrammen schlechter auf und landet eher als Rückstand in der Füllung. In beiden Fällen gilt: Dosierung halbieren — ein Kissen wiegt trocken deutlich weniger als eine volle Wäscheladung. Kein Weichspüler, keine Bleiche: Weichspüler verklebt Daunenästchen wie Hohlfasern, und die verlorene Bauschkraft kommt nicht zurück.

Welche Temperatur?

60 °C sind die Obergrenze, mit der gängige Polyesterkissen umgehen, und die Marke, die im Haushalt als Faustregel für Milbenhygiene gilt. Daune fährt bei 40 °C sicherer: Viele Etiketten erlauben zwar 60 °C, doch jeder Heißwaschgang kostet Fettgehalt der Daune und damit Bauschkraft. Höher als 60 °C sollte kein Kopfkissen gewaschen werden — dort leiden Füllung und Hülle stärker, als der hygienische Zugewinn rechtfertigt.

Schleuderzahl: lieber zu niedrig als zu hoch

FüllungEmpfohlene SchleuderzahlWas bei zu hoher Drehzahl passiert
Daune400–800 U/minFüllung wird in die Ecken gepresst und verfilzt
Feder / Mischung600–800 U/minKiele brechen, Nähte werden belastet
Polyester-Kugelfaser800 U/minunkritisch, Füllung lässt sich aufschütteln
Polyester-Vlies400–600 U/minbleibende Wellen und Knicke im Vlies

Niedrige Drehzahl bedeutet mehr Restwasser und damit längere Trocknung. Das ist der Preis — und er lohnt sich: Ein verfilztes Daunenkissen bekommt man nicht zurück, eine zusätzliche Stunde im Trockner schon.

Ein Kissen oder zwei?

Zwei sind fast immer die bessere Wahl. Ein einzelnes nasses Kissen wandert beim Schleudern an die Trommelwand, die Maschine erkennt Unwucht und bricht ab; zwei gleich schwere Kissen halten das Gleichgewicht. Gefüllt sein sollte die Trommel höchstens zu zwei Dritteln, sonst wird die Füllung weder durch- noch ausgespült. Für zwei Standardkissen (80 × 80 cm) reicht meist eine 7-kg-Maschine. Große Seitenschläferkissen in U- oder Stillkissenform sprengen dagegen jede Haushaltstrommel und gehören in den Waschsalon — falls das Etikett Waschen überhaupt erlaubt.

Kopfkissen im Trockner: was geht, was nicht

Gewaschen ist ein Kissen schnell — ruiniert wird es beim Trocknen. Zwei Probleme gilt es zu vermeiden: Klumpen und Restfeuchte.

  • Trockner nutzen, wenn das Etikett es erlaubt. Für Daune ist er fast Pflicht: niedrige Temperatur, mehrere Durchgänge, zwischendurch aufschütteln.
  • Komplett durchtrocknen. Ein Daunenkissen kann mehrere Trocknergänge brauchen. Der Test: Kissen an mehreren Stellen zusammendrücken — fühlt sich irgendetwas kühl oder schwer an, ist noch Feuchtigkeit drin. Ein feucht bezogenes Kissen entwickelt Stockflecken und muffigen Geruch, und beides bekommt man kaum wieder heraus.
  • Ohne Trockner: liegend auf einem Wäscheständer trocknen, mehrmals täglich aufschütteln und wenden. Bei Faserkissen funktioniert das gut, bei Daune dauert es ein bis zwei Tage — nicht direkt auf die Heizung legen, dort trocknet die Füllung ungleichmäßig und verklumpt.

Kissen in den Trockner: welche Stufe?

Die niedrigste verfügbare. Programme für Schonwäsche oder „Fein" arbeiten mit deutlich reduzierter Lufttemperatur. Hohe Hitze entzieht der Daune Fett, die Ästchen werden spröde und brechen — das Kissen bauscht danach dauerhaft schlechter. Bei Polyester ist Hitze noch heikler: Die Fasern können schmelzen und verhärten, und ein einmal geschmolzenes Vlies bleibt hart.

Kopfkissen im Trockner — wie lange dauert es?

Länger, als die meisten erwarten. Ein einzelner Programmdurchgang reicht bei Daune praktisch nie. Die folgenden Richtwerte gelten für einen Haushaltstrockner und ein nach Empfehlung geschleudertes Kissen; die tatsächliche Dauer hängt von Restfeuchte, Gerät und Füllgewicht ab:

FüllungTrocknerstufeRichtwert GesamtdauerVorgehen
Daunenkissenniedrig2–3 Stunden3–4 Durchgänge, dazwischen aufschütteln
Federkissenniedrig1,5–2,5 Stunden2–3 Durchgänge, dazwischen aufschütteln
Polyester-Kugelfaserniedrigca. 1–1,5 Stunden1–2 Durchgänge
Polyester-Vliesniedrigca. 1 Stunde1 Durchgang, danach flach ausstreichen
Visco, Latex, Kapok——gehört nicht in den Trockner

Zwischen den Durchgängen lohnt eine Pause von zehn Minuten: Das Kissen kühlt ab, Restfeuchte aus dem Kern wandert nach außen und wird im nächsten Gang überhaupt erst greifbar. Wer durchlaufen lässt, trocknet die Hülle und lässt den Kern feucht.

Kopfkissen waschen mit Tennisbällen: wann der Trick hilft

Der bekannteste Kniff funktioniert tatsächlich — aber nicht überall. Zwei bis drei saubere Tennisbälle oder Trocknerbälle kommen mit in die Trommel und schlagen die zusammengesackte Füllung beim Rotieren immer wieder auf. So verbinden sich nasse Daunen- oder Fasernester nicht zu festen Klumpen. Sinnvoll ist das bei Daune, Feder und loser Kugelfaser; bei wattierten Vlieskissen mit flächig vernähter Füllung bringt es wenig.

Und die Kehrseite, die selten erwähnt wird:

  • Neue Tennisbälle färben ab. Die gelbe Filzoberfläche hinterlässt auf hellen Hüllen Spuren. Alte, ausgewaschene Bälle nehmen, sie in eine Socke stecken — oder gleich weiße Trocknerbälle aus Wolle verwenden.
  • Tennisbälle riechen. Der Gummigeruch überträgt sich bei langen Trocknergängen auf die Füllung.
  • Die mechanische Belastung ist real. Bei alten Kissen mit mürben Nähten können die Bälle Nähte aufschlagen. Wirkt eine Naht fragil, lieber ohne Bälle trocknen und häufiger von Hand aufschütteln.
  • Bei Visco und Latex ändern sie nichts — diese Kissen gehören ohnehin nicht in den Trockner.

Wer gar keinen Trockner hat, fährt bei Daunenkissen mit Waschsalon oder Textilreinigung besser, als das Kissen an der Luft zu riskieren.

Wie Hotels es machen: Kissenschoner und feste Zyklen

Im Hotel-Housekeeping wird kein Kissen dem Zufall überlassen. Zwischen Kissen und Bettwäsche sitzt fast immer ein Kissenschoner — ein schlichter, dicht gewebter Zwischenbezug mit Reißverschluss. Er wird in kurzen Abständen mitgewaschen und fängt Schweiß und Hautfette ab, bevor sie die Füllung erreichen. Die Kissen selbst laufen in festen Wäsche- und Austauschzyklen, statt „bei Bedarf" behandelt zu werden.

Beides lässt sich zu Hause kopieren: Ein Kissenschoner kostet wenig, verlängert die Lebensdauer des Kissens spürbar und reduziert die nötigen Vollwäschen. Hotelwäsche-Ausstattung wie Kissenschoner und Hotelkissen in Objektqualität gibt es unter anderem bei hotelshop.one. Dieselbe Zyklus-Logik gilt für die Decke darüber — die Details stehen in der Anleitung zum Bettdecke waschen.

Häufige Fehler — und was sich noch retten lässt

Klumpen nach dem Waschen

Die häufigste Beschwerde. Ursache ist fast immer zu viel Waschmittel, zu hohe Schleuderzahl und zu wenig Bewegung beim Trocknen. Reparaturversuch: erneut ohne Waschmittel spülen, moderat schleudern, dann mit Trocknerbällen in mehreren niedrigen Durchgängen trocknen und zwischendurch von Hand aufschlagen. Bleiben die Nester bestehen, ist die Füllung verfilzt.

Muffiger Geruch und Restfeuchte

Riecht das Kissen säuerlich oder „nach Keller", war es nicht durchgetrocknet. Sofort zurück in den Trockner, mehrere kurze Durchgänge mit Pausen. Sind bereits gelbliche oder gräuliche Stockflecken sichtbar, ist das Kissen hygienisch am Ende — Schimmel in der Füllung lässt sich im Haushalt nicht zuverlässig entfernen.

Zu heiß gewaschen

Ein Daunenkissen, das versehentlich bei 90 °C lief, fühlt sich danach dünn und leblos an: kein Trocknungsproblem, sondern Materialschaden. Bei Polyester zeigt sich Überhitzung als harte, verfilzte Zonen. In beiden Fällen ist nichts mehr zu machen.

Bezug eingelaufen

Baumwollbezüge laufen im ersten Heißwaschgang um wenige Prozent ein — bei 80 × 80 cm reicht das, um sie kaum noch über ein volles Kissen zu bekommen. Vorbeugen ist der einzige Weg: bei Etikett-Temperatur waschen, nicht heiß trocknen, leicht feucht abnehmen und glattziehen.

Die Klassiker in Kurzform

  1. Weichspüler — verklebt Daune wie Kunstfaser.
  2. Zu viel Waschmittel — Rückstände in der Füllung sind die Hauptursache für Klumpen.
  3. Überladene Trommel — das Kissen wird nicht durchgespült.
  4. Feucht ins Bett zurück — Stockflecken sind programmiert.
  5. Visco oder Latex in die Maschine — Totalschaden, siehe oben.

Kritisch betrachtet: Waschen ist nicht immer die richtige Antwort

So nützlich die Kissenwäsche ist — sie wird überschätzt. Drei Fälle, in denen ich davon abrate:

Ein hochwertiges Daunenkissen in einer kleinen Haushaltsmaschine. Füllt das Kissen die 6-kg-Trommel aus wie ein Korken die Flasche, wird es weder sauber noch heil. Waschsalon oder Reinigung sind die günstigere Entscheidung.

Waschen als alleinige Allergie-Strategie. Eine 60-Grad-Wäsche reduziert die Belastung im Kissen, aber Milben leben überwiegend in der Matratze. Ohne Encasing, regelmäßigen Bettwäschewechsel und Lüften bringt das saubere Kissen allein wenig.

Ein Kissen, das ohnehin durch ist. Wer ein drei Jahre altes, plattgelegenes Faserkissen wäscht, bekommt ein sauberes plattgelegenes Faserkissen zurück. Waschen stellt Hygiene wieder her, keine Stützkraft.

Wann Waschen nicht mehr hilft: der Falttest

Irgendwann ist auch das bestgepflegte Kissen durch. Anzeichen:

  • Falttest bei Daune: Kissen quer falten und kurz zusammendrücken. Springt es nicht von selbst wieder auf, ist die Bauschkraft verbraucht.
  • Klumpen, die sich auch nach Trocknergang und Aufschütteln nicht mehr verteilen.
  • Gerüche oder Verfärbungen, die eine Wäsche überstehen.
  • Faserkissen sind meist nach zwei bis drei Jahren durchgelegen, Daune hält bei guter Pflege deutlich länger, Visco und Latex verlieren am Ende ihre Rückstellkraft.
  • Morgendliche Nackenbeschwerden, die mit einem Ersatzkissen verschwinden — ein deutlicheres Signal als jeder Falttest.

Wer ohnehin vor dem Neukauf steht, findet in unserem Vergleich der Top 5 Hotelkissen eine Orientierung, welche Kissenklassen sich im Dauerbetrieb bewähren.

Fazit

Kopfkissen waschen ist kein Hexenwerk, aber materialabhängig: Daune und Polyester dürfen in die Maschine, bei Visco, Latex und Kapok ausschließlich der Bezug. Entscheidend ist weniger die Wäsche selbst als das vollständige Durchtrocknen — niedrige Temperatur, mehrere Durchgänge und, wo es passt, Trocknerbälle. Ein Kissenschoner nach Hotelvorbild sorgt dafür, dass die nächste Vollwäsche später nötig wird. Im Zweifel gilt immer: Pflegeetikett lesen, dann loslegen.

Häufige Fragen

Kann man jedes Kopfkissen in die Waschmaschine geben?

Nein. Daunen-, Feder- und die meisten Polyesterkissen sind maschinenwaschbar, Visco- und Latexkissen nicht. Bei Naturfüllungen wie Hirse oder Dinkel wandert nur die leere Hülle in die Trommel. Das Pflegeetikett entscheidet im Einzelfall.

Bei wie viel Grad wäscht man Kopfkissen?

Polyester- und Mikrofaserkissen vertragen meist 60 °C, Daunenkissen sind bei 40 °C besser aufgehoben — auch wenn viele Etiketten 60 °C erlauben. Höher als 60 °C sollte kein Kopfkissen gewaschen werden.

Wie lange muss ein Kopfkissen in den Trockner?

Als Richtwert: Polyesterkissen rund eine bis anderthalb Stunden, Daunenkissen zwei bis drei Stunden, verteilt auf mehrere Durchgänge mit Pausen. Maßgeblich ist nicht die Uhr, sondern der Drucktest — fühlt sich eine Stelle kühl oder schwer an, sitzt noch Feuchtigkeit im Kern.

Helfen Tennisbälle im Trockner wirklich?

Bei Daune, Feder und loser Kugelfaser ja: Sie schlagen die Füllung auf und verhindern Klumpen. Bei wattierten Vlieskissen bringen sie kaum etwas. Nachteile sind möglicher Abrieb auf hellen Hüllen und Gummigeruch — weiße Trocknerbälle aus Wolle umgehen beides.

Was tun, wenn das Kissen nach dem Waschen klumpt?

Zuerst einen Spülgang ohne Waschmittel fahren, denn Rückstände sind die häufigste Ursache. Danach in mehreren kurzen Trocknergängen bei niedriger Temperatur trocknen und zwischendurch kräftig von Hand aufschlagen. Lösen sich die Nester auch dann nicht, ist die Füllung verfilzt und das Kissen am Ende seiner Nutzungsdauer.


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Steht für die redaktionelle Linie: Hotelmatratzen, Bettwäsche-Qualität und Housekeeping-Wissen — aufbereitet für Privatkunden.

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